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Landessiegerin im Männerberuf(- aus Lübecker Nachrichten vom 30.08.2007 - Karen Kriskovic)
Sabrina Schott übt einen Beruf aus, der eher von Männern gewählt wird: Sie ist Lackiererin. Die Lehre hat Sie als beste ihres Jahrgangs in Schleswig-Holstein abgeschlossen.
Mit einer Atemmaske vor Nase und Mund und der Farbspritzpistole in der Hand steht Sabrina Schott in der Spritzkabine des Lackierzentrums Lühr & Knees und bringt frische Farbe auf ein Autoteil auf.„ Bühnenmalerei und Tischlerei haben mich nach der Schule als Ausbildungen interessiert”, berichtet die 21jährige. „Als Fahrzeuglackiererin habe ich von beidem etwas: die Schleifarbeiten der Tischlerei, das Arbeiten mit Farbe und Kreativität beim Spritzen.”
Die junge Frau hat drei Jahre in dem Lübecker Unternehmen gelernt und im Sommer ihre Ausbildung erfolgreich beendet. „Als Beste ihres Ausbildungsjahrgangs in Schleswig-Holstein hat sie mit der Note 1 abgeschlossen und ist Landessiegerin im Fahrzeug-Lackierhandwerk”, berichtet Geschäftsführer Hans-Jochen Lühr sichtlich stolz. Extra für die frisch gebackene Fahrzeuglackierer-Gesellin hat er einen neuen Arbeitsplatz geschaffen, damit sie nach der Ausbildung im Betrieb bleiben konnte.
Dabei waren die Chancen auf Erfolg für die Bewerbung der Lübeckerin anfangs schlecht: Zwar gefielen dem Chef die Unterlagen, doch als sie bei ihm eintrafen, waren schon beide Ausbildungsplätze, die die Firma jährlich vergibt, besetzt. „Als ich Frau Schott dies mitteilte, fragte sie, ob ich sie nehmen würde, wenn ein Lehrling in der Probezeit abspringt”, erzählt Hans-Jochen Lühr. Diese Zielstrebigkeit hat ihn beeindruckt. Und als tatsächlich ein Auszubildender das Handtuch warf, hatte die junge Frau den Job. Dass sie in einem typischen Männerberuf arbeitet, fällt höchstens den Kunden auf. „Hier im Betrieb sind weibliche Mitarbeiter selbstverständlich”, berichtet die Lackiererin. Drei der gut 20 Angestellten sind Frauen.
Mindestens ein guter Hauptschulabschluss und technisches Grundverständnis sind Voraussetzung, um bei Lühr & Knees lernen zu können. Während eines zweiwöchigen Praktikums prüft Hans-Jochen Lühr die Fähigkeiten der Bewerber. Überzeugen diese, lädt er ihn oder sie zu einem Gespräch ein - gemeinsam mit den Eltern: „Eine Ausbildung kann nur erfolgreich sein, wenn die jungen Menschen zuhause Unterstützung erfahren”, ist sich der Firmeninhaber sicher. Er stellt Lehrlinge aus Überzeugung ein: „Wer morgen noch existieren will, muss heute ausbilden.” Von seinen Schützlingen haben in den letzten Jahren mehrer Auszeichnungen auf Landes- und Bundesebene erhalten. Seine Lackierer-Fachfrau Sabrina Schott schickt Hans-Jochen Lühr Ende des Jahres zum Bundesleistungswettbewerb des Lackier-Handwerks: „Sie hat gute Chancen, zu gewinnen.”
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Landesbeste ihres Jahrgangs(- aus Lübecker Nachrichten vom 30.08.2007 - ?)
Welchen Beruf ergreift man, wenn man ich nicht zwischen Tischlerei und Bühnenmalerei entscheiden kann?
Sabrina Schott ist Fahrzeuglackiererin geworden. Und das mit großem Erfolg:
Jetzt hat die 21-jährige ihre Gesellenprüfung bestanden – als Landesbeste ihres Jahrgangs. Fahrzeuglackierer – eigentlich ein Männerberuf, oder? „Ich wollte immer etwas Handwerkliches machen, ich brauche die körperlichen Anstrengung”, erzählte die Hobby-Fußballerin. Und ihr Chef, Jochen Lühr vom Lackierzentrum Lühr & Knees, fügt hinzu: „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit weiblichen Azubis gemacht. Wenn sie einen Mänerberuf ergreifen, sind sie ehrgeiziger und mit Herzblut dabei.” Probleme, sich in der Männerwelt zurechtzufinden, hatte Sabrina Schott nicht. Sie wurde vom ersten Tag an akzeptiert. „Bloß die Kunden sind manchmal ein bisschen verwundert”, sagt sie.
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